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HINTER DEN SKULPTUREN

Biographie
Reisen

 

Die Idee zu meinen post-sakralen Mixed-Media-Skulpturen entstand nicht im Atelier – sondern auf Reisen.

Zum Beispiel an der Loire in Frankreich. Wer dort einmal durch die Schlösser wandert, begegnet ihnen überall: Büsten. Würdevolle Damen, ernste Herren, Heilige, Madonnen. Sie stehen in Nischen, auf Konsolen oder in langen Fluren und schauen einen mit einer Mischung aus Gelassenheit und leichtem Vorwurf an – als wollten sie sagen: „Früher hat man uns noch angebetet.“

Auch in Andalusien, in Kirchen und Kapellen, tauchen sie immer wieder auf: Figuren voller Spiritualität, Geschichte und Pathos. Jahrhunderte lang wurden solche Darstellungen verehrt, bewundert und manchmal fast wie lebendige Wesen behandelt.

Heute hat sich unser Blick darauf verändert. Wir sind immer noch auf der Suche nach Sinn, Spiritualität oder vielleicht einfach nach einem Moment der Stille – aber wir begegnen diesen Figuren anders. Freier. Persönlicher. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern.

Genau hier setzen meine Arbeiten an.

In meinen post-sakralen Mixed-Media-Skulpturen greife ich die klassische Form der historischen Büste auf und bringe sie in eine neue, zeitgenössische Welt.

Materialien, Farben und überraschende Kombinationen verändern die vertraute Würde der alten Figuren – und eröffnen einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Meine Skulpturen greifen ihre sakralen Ursprünge auf, ohne ihnen einfach zu folgen. In diesem Spannungsfeld entsteht jener spezielle Ausdruck, der vielen von ihnen eigen ist.

So entstehen Figuren zwischen Tradition und Gegenwart – inspiriert von alten Schlössern und Kirchen und der Frage, was vom Heiligen eigentlich bleibt, wenn man ihm heute wieder begegnet.

MATERIALIEN UND ARBEITSWEISE

Für meine Skulpturen arbeite ich mit Polymer Clay (Sculpey). Das Material erlaubt eine außergewöhnlich präzise und zugleich offene Modellierung. Formen können in einem unmittelbaren, intuitiven Prozess entstehen, verändert und weiterentwickelt werden, bis sich ein überzeugender Ausdruck einstellt. Diese Freiheit im Umgang mit Form und Oberfläche ermöglicht es mir, feine emotionale Nuancen und subtile Ausdrucksformen herauszuarbeiten, die den Figuren ihre besondere Präsenz verleihen. Die Sockel meiner Arbeiten bestehen aus Beton und bilden einen bewusst ruhigen, architektonischen Gegenpol zu den modellierten Figuren.

 

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